Adımın Hikayesi

 

Geçen yıl tam da bu zamanlar nereden ilham aldıysam aklıma bir hikaye için bir fikir düştü. Biliyordum ki hemen oturup yazmasaydım ilham kaçıp gider, bir daha da hafızamı ne kadar zorlasam geri gelmezdi. Hızlıca ilk satırları karaladım. Bu müthiş bir romanın ilk satırlarını oluşturacaktı. Aklımda bir sürü şey vardı ama önemli olan ilk satırları yazıp hikayeye başlamaktı. Sonra, sonrasını henüz bilmiyordum. Yazarlık da deneyerek öğrendiğim bir şey ve çok defa ilkleri yaşatıyor bana...

  - Adımın Hikayesi -  

Defne Seidel onun gerçek adı değildi. Yeni bir kimlik arayışındaydı. Sanki cildindeki deri kabul tutup gerilmeye başlamış, canını yakıyor gibi ismi ile boğuluyordu. İsmini değiştirirse geçmişi ile ve yok saydığı ailesi ile arasındaki bağlar tümden kopacaktı. İlk önce Müller ya da Schmidt gibi çok bilinen klasik bir soyadı seçmeyi düşünmüştü. O kadar çok Müller ya da Schmidt etrafta vardı ki, onun soyadı da Müller ya da Schmidt olsa kimse yadırgamaz, kökenini sormazdı. Fakat öyle kolaycı olmak ona göre değildi. Madem ki yeni bir hayata yeni bir isimle başlayacaktı, o zaman en afillisinden bir soyadı olsundu. İnternete girip arama motorunda Almanya'nın en çok kullanılan soyadlarına bakarken gözü Seidel’e takılmış, bir an durup düşünmüş, sayfada biraz daha aşağılara inince Seidl, sonra Seidler, sonra Sydel… Tekrar yukarılara çıkıp Seidel ismini buldu. Sözlükte anlamını araştırınca bir yerden bir yere göç etmek manasına gelen "siedeln" kelimesinden türediğini görünce daha çok sevdi. Sanki isim kendisini bulmuştu.

Bir de ön ada ihtiyacı vardı. Nedenini sorgulamadan bilinçdışı arama motoruna Türkçe olarak en popüler kız isimleri diye yazdı. İnsanlar pekala onun Türk kökenli olduğunu düşünebilirlerdi. Varsın bir Almanla evlenerek soyadını aldığını düşünsünler veya bir Alman babanın kızı olsun. Kendisine yeni bir ad seçerken hayat hikayesini henüz düşünmemişti. İsim bulmak acaba daha mı zor olacaktı? A harfi ile başlayan isimleri inceledi. Afife? Olmaz, iffetli, namuslu, temiz… Uymaz bana...

Ahenk? Böyle bir isim mi vardı?

Aliye? Aslında zarif bir isim, yüce, ulu, uymaz bana gitmez…

Beril mesela? Yok çok havalı...

C ile başlayan pek fazla alternatif yoktu.

Ç Almanca ile uyumlu değildi, onu geç...

D? Damla, Defne… Defne!

Yunanca ve Türkçede barışı simgeleyen defne ağacından türetilmiş bir isim. 

Defne Seidel….



Gerçek adını bilen kimse olmadığı gibi, aslında onu yakından tanıyan da yoktu...


...........

Hikayenin girişini yazıp kayıt etmiştim. Sonra çok geçmeden bir proje için yeni bir fikir üretmem gerekti. O adı aldım hikayeden ve son cümleden başlayarak başka bir hikaye yazdım...

Kısa bir süre sonra Türkiye'de ilk romanım yayınlanacaktı. Nedense mahlas kullanmak istedim. Aklımda hep böyle bir düşünce vardı fakat uygulamaya geçirememiştim. Bir kere karar vermeye göreyim, eh isim de hazır. Defne Seidel adını hikayedeki kızdan alıp kendim kullanmaya başladım, kıza da başka bir isim verdim. Belki onun hikayesini de paylaşırım ama biraz uzun. 

Bir senedir Defne Seidel adını kullanmaya devam ettim. Sevdim bu adı, hem anlam olarak, hem de kulağımı okşadığı için. Şu da var ki gerçekte Defne Seidel diye biri yok. Bu yüzden hangi ismi mahlas kullandığımın bir önemi yok ama diğer yandan bu benim yarattığım ve asıl hikayedeki gibi kendini arayan, yolunu bulmaya çalışan, evrim geçiren biri. Bugün düşündüm aslında Defne iki kültür arasında iki yere de tam ait olamayan biri, ne tam Türk ne de Alman, iki arada bir yerde...

Defne Seidel  13/08/2020

Gespräch mit Defne Seidel

 


Gespräch mit Defne Seidel

Irgendwo in zwischen Köln und Berlin in einem netten Bücherkaffee verabreden wir uns an einem heißen Augusttag. Wir treffen uns zum ersten Mal, aber da ich ihre Bücher schon gelesen habe, kommt es mir so vor als würden wir uns schon Ewigkeiten kennen und so entsteht eher eine Unterhaltung mit einer altbekannten Freundin. Vor dem Bücherkaffee gibt es einige Tische und Stühle. Die Kunden werden mit warmen und kalten Getränken sowie hausgemachten Keksen und Kuchen verwöhnt.   Wir suchen uns einen schattigen Platz und bestellen erfrischenden Grünen Tee…

ZY: Liebe Frau Seidel. Herzlich Willkommen. Ich habe viele Fragen und möchte mit der ersten Frage unser Gespräch starten. Welche Einflüsse inspirieren Sie beim Schreiben?

DS: Vielen Dank für Ihre Einladung, mit Vergnügen... Manchmal passieren Kleinigkeiten im Leben, die mich tief beschäftigen. Dinge, die mich aufregen, die ich traurig, komisch, interessant, sehr weise oder einfach nur dumm finde und auch vieles mehr. In meinem Gedächtnis speichere ich alles, was mich bewegt, dabei bleiben Spuren in meinem geistigen Auge, die mich nicht mehr loslassen. So entsteht allmählich eine Geschichte. Alles im Leben kann mich beim Schreiben inspirieren. Entscheidend ist, dass mich mit diesen Dingen ein unsichtbarer Faden emotional verbindet. Wenn das Gefühl nicht da ist, entsteht keine Geschichte.  

ZY: Wie verlaufen Grenzen zwischen Fiktion und Realität?
DS: Da mich beim Schreiben das wahre Leben inspiriert, sind wahre Begebenheiten mein Ausgangspunkt , aber dann, wenn die Geschichte nach und nach wächst und Form annimmt, verläuft die Realität mit fiktiven Motiven zusammen. Grundsätzlich steht für mich die Stimmung des Buches an erster Stelle. Also wahre Begebenheiten legen quasi den Grundstein für die Geschichte und müssen zum Ganzen passen. 

ZY: Jeder hat eine Geschichte, aber sie in Worte zu fassen und zu verknüpfen ist etwas Anderes. Konkret kann man Schreiben lernen oder ist es eine Gabe?
DS: Ich hatte große Lust zum Schreiben. Sehr oft habe ich vergeblich vor dem Rechner gesessen und versucht einfach mit dem Schreiben loszulegen. Allerdings ohne Erfolg, denn es kam aber nichts. Ich stellte mir vor, dass die Worte wie ein Fluss einen Damm bricht aus mir sprudeln würden und die Geschichte fast von alleine entsteht. Wie naiv ich war! Ich habe Erfahrungen und Tipps berühmter Autoren gelesen, wie sie beim Schreiben vorgehen. Jeder hatte andere Methoden. Es gab keine allgemeine Vorgabe, wie man schreibt. Ich musste meinen Weg selbst finden, der nicht einfach war. Man nimmt eine zweite Hülle, wie eine neue Haut an oder anders gesagt, aus dem eigenen Inneren erscheint eine weitere andere Seite. Wenn man dies eine Gabe nennt, muss man zum Schreiben große Lust haben und für neue Inspirationen offen sein. Man muss viel lesen, die Umgebung, die Menschen beobachten und sich Zeit lassen, um zu denken und zu träumen und den Zauber kleiner Dinge erkennen, die im Leben oft passieren, etwas ruhiger und zurückhaltender leben. 

ZY: In Ihren Büchern herrscht eine Harmonie bezüglich des Miteinanders in der multikulturellen Gesellschaft. Ist dies tatsächlich so oder spielt es doch auf eine liebenswerte Weise ein wenig kritisch den Sollzustand an? 
DS: Etwas kritisch ist meine Art zum Schreiben schon, aber bisher nur im Ansatz mit leisen Wörtern. Ich schreibe keine Märchenbücher, obwohl es in Märchen sowohl die Guten als auch die Bösen vorkommen, aber dennoch immer im Guten enden. In meinem Kinderbuch „Arda und der Spuk" habe ich versucht unser Leben in Deutschland aus der Sicht eines Kindes zu erzählen, da Kinder die Welt als Abenteuerspielplatz betrachten. In meinem Roman „Der Weg zu Dir" wollte ich unsere sinnliche und literarische/poetische Seite zeigen, die oft für fremde Menschen unsichtbar bzw. unbekannt bleibt; wie wir Gedichte lieben und gerne über Gott und Welt philosophieren, usw. In „Berlin'de Sonbahar" entwerfe ich Menschenbilder türkischer Abstammung in der Gesellschaft in Deutschland. Dabei habe ich nicht immer die Türken geschont und die Deutschen schlecht dargestellt, ganz im Gegenteil, weil diese Art zum Schreiben nicht ehrlich wäre bzw. nicht authentisch. Ich halte der Gesellschaft einen Spiegel vor, der alle Macken, aber auch Schönheiten, wie z.B.: die der Natur reflektiert.

ZY: Wie meistern Sie Ihren Alltag zwischen zwei Stühlen?
DS: Mit Respekt und Toleranz versuche ich in der deutschen Gesellschaft meinen Platz zu suchen, ohne meine Herkunft und Kulturwerte zu verlieren. Mit 20 bin ich nach Deutschland gekommen, da hatte ich meinen Beutel voll mit Büchern auf Türkisch, Rezepten aus der heimischen Küche, Kassetten mit türkischen Liedern, also alles Erinnerungen aus meiner türkischen Heimat... Es sind noch weitere 20 Jahre vergangen und ich habe einfach weiter gesammelt, auch Erfahrungen. Jetzt teile ich mit meinen Lesern, was sich in diesem Beutel bislang angesammelt hat...

ZY: Für wen Schreiben Sie insbesondere?
DS: Ich richte meinen Fokus an die junge Generation in Deutschland, die zwischen zwei Stühlen lebt. Insbesondere für meine Kinder, denn ich möchte ihnen zeigen und klarstellen, dass Respekt und Toleranz die wichtigsten Werte sind, die ein Leben miteinander ermöglichen.  Ich wünsche mir, dass sie in Zukunft offene und wissbegierige Menschen werden. Ich möchte Bücher schreiben, die sowohl sprachlich ein Wohlfühlgefühl auslösen als auch eine neue Perspektive auf die bestehende Gesellschaft werfen. 

ZY: Alles, was Geschaffen wird braucht seine Zeit. Wie verläuft der Weg von der Idee zum fertigen Werk?
DS: Wenn ich gerade kein Schreibprojekt habe, sammle ich dann die Ideen zum nächsten Projekt. Ich lese viel, unterhalte mich mit Freunden, folge aktuelle Nachrichten, bis ich etwas finde, das meine Neugier weckt, allein eine Idee reicht mir auch nicht. Ich fokussiere mich dann auf die Idee und fange mit dem Recherchieren an, halte Notizen und Gedanken fest, überdenke Prozesse. Diese Phase allein dauert 3-4 Monate. Die Kerngeschichte schreibe ich relativ schnell, dies kann binnen 2 Monaten erledigt sein. Dann kommt die Überarbeitung. Das ist schlimm, denn meistens frisst diese Phase meine Energie. Dann lasse ich mein Manuskript eine Zeitlang in Ruhe. Dann lese und überarbeite ich den ganzen Text noch einmal. Über 1 bis 2 Jahre braucht ein Roman schon, manchmal auch mehr. 

ZY: Linguistisch unterscheiden sich beide Sprachen doch sehr, die eine nüchterner und die andere sehr "dekorativ". In welcher Sprache -hierbei eher auf der emotionalen Ebene-fühlen Sie Ihre Werke ausdrucksstärker?
DS: Die Sprache ist lebendig und wächst immer weiter. Deutsch lerne ich immer noch, aber nicht aus den Grammatikbüchern, sondern lese ich viel und unterhalte mich meinen deutschen Freunden. Ich versuche die Sprache alltäglich zu gebrauchen.
Aber die türkische Sprache ist für mich intimer. Ich weiß, wenn ich auf Türkisch schreibe, liest es mein ganzes persönliches Umfeld, also alle Bekannten, die ganze Familie, alte Kindheitsfreunden aus meiner Heimat usw. Wenn ich mich verstecken möchte, schreibe ich auf Deutsch. Wenn ich meine Gefühle und Gedanken loslassen möchte, schreibe ich auf Türkisch.

ZY: Wie ist das Verhältnis zwischen Frau, Mutter und Autorin?
DS: Es ist nicht einfach Frau zu sein, besonders nicht in der türkischen Kultur. Mutter zu sein bedeutet, mehr Verantwortung zu übernehmen. Ich fühle mich verpflichtet meiner Familie gegenüber, das beinhaltet auch häusliche Aufgaben nicht zu vernachlässigen, ich versuche die Wohnung immer sauber zu halten, täglich etwas Frisches zu kochen, Gäste gut zu bewirten. Die Liste erstreckt sich ins Unendliche... Autorin zu sein bedeutet für mich vor allem in eine Welt zu tauchen, in der ich nur mir gegenüber Verantwortung trage. Eigentlich schreibe ich insbesondere für mich. Das ist meine Freiheit...

ZY: Ich bedanke mich ihnen herzlich für Ihre offene Art und ehrliche Antworten. Übrigens wir haben ja noch gar nicht über Ihre neuen Projekte gesprochen! Daher, einmal ist keinmal, also müssen wir uns bald unbedingt wieder treffen und die Gelegenheit nutzen, um auch auf dem Laufenden zu bleiben und ein wenig in Ihren neuen Ideen zu schnuppern. 
Sie lacht...
DS: Ich danke Ihnen, dass Sie mir diese Möglichkeit gaben, so dass ich meinen Lesern ein paar Einblicke über die Zeilen hinaus geben konnte. Wenn Sie in Zukunft in Berlin sind, würde ich mich auch sehr über einen Besuch freuen…

August 2020
Defne Seidel-Zuhal Yilmaz


Gebrauchte Bücher



Okunmuş Kitaplar
Gebrauchte Bücher

Es war schon immer eine Gewohnheit von mir, Bücher gebraucht zu kaufen. Einst als Studentin, weil ich mit knappem Budget auskommen musste und auch später, weil ich immer wieder interessante Bücher finde, wenn ich in einer Kiste voller alten Bücher, egal ob auf einem Flohmarkt oder in einem Online Shop durchwühle. Ab und zu erlebe ich auch lustige Dinge :)
Zum Beispiel las ich einmal in einer Literaturzeitschrift einen Artikel über ein Buch, das preisgekrönt wurde. Da wurde besonders der Schreibstil des Autors angehimmelt: "Die Romane des 21. Jahrhunderts werden in dieser Art und Weise geschrieben." Welches Buch das war und um welchen Preis es sich handelte, sind nicht in meiner Erinnerung geblieben. Ich weiß aber, dass ich das Buch damals unbedingt lesen wollte, ich habe es tatsächlich für einen günstigen Preis im Online Shop gefunden und gleich bestellt. Als ich das Buch in der Hand hatte, fing ich neugierig an zu blättern. Die ersten Seiten waren schön geschrieben und ich konnte schnell in die Geschichte eintauchen. In den ersten fünfzig Seiten konnte ich noch die Spuren der ersten Leser verfolgen, dann aber nicht mehr. Ich habe dann genau geschaut, die restlichen Seiten waren tatsächlich unberührt, fast wie neu gedruckt. Die Geschichte des von den Literaturkritikern hochgelobten Buches, entsprach nicht dem Geschmack der Leser.
Dann habe ich mir Gedanken über Kunst und Literatur gemacht. Im türkischen Sprachraum gibt es eine ewige Diskussion: Ob die Kunst für die Kunst erschaffen wird, oder für die Menschen. Soll ein gutes Buch gerne und mit Vergnügen gelesen werden, oder soll man nur die Bücher lesen, die von den Literaturkritikern hochgelobt werden?
Einmal wollte eine Freundin mein Buch nicht lesen, sie sagte, „ich lese Bücher nur, wenn sie von meinen Freunden gelesen und mir empfohlen werden.“ Dabei dachte ich bis zu dem Zeitpunkt, dass wir Freunde (!) wären. Immer wieder bewundere ich die deutsche Ehrlichkeit und die Kunst „Nein!“ sagen zu können. Hut ab!
Später habe ich ein anderes Buch gelesen.  „Das Leben ist eine Karawansanserei: hat zwei Türen, aus einer kam ich rein, aus den anderen gehe ich raus" von Emine Sevgi Özdamar. Die märchenhafte Geschichte im Buch fängt da an, irgendwo in Anatolien, als die Autorin noch im Bauch ihrer Mutter war. Als ich das Buch fast bis zur Hälfte gelesen habe, genau da, als das kleine Mädchen auf der Straße mit ihren Freunden spielte, ein alter Krämer versuchte, sie hinter die Theke anlocken und eine Irre hinter sie und ihre Bande lief, (Ist das alles, was im Buch steht, tatsächlich real, oder erfunden worden?), ist ein Zeitungsauschnitt runtergefallen. Neugierig habe ich das ausgeschnittene und eingefaltete Papier aufgemacht. Es war ein Bericht über die Autorin und ihr frisch veröffentlichtes Buch. Ich fand die Geste sehr niedlich und habe die Papier mit gleicher Sorgfalt und Liebe wieder eingefaltet und zurück ins Buch gelegt.
Einmal fiel von einem Buch ein Kassenbon herunter. Natürlich war ich neugierig, habe genau studiert, in welchem Laden, in welcher Stadt und Ort und vor allem was gekauft wurde.
Da war nichts Besonderes, aber ich habe den Kassenbon zurück ins Buch gelegt. Ich denke, dass diese kleinen Dinge zum Lesen eines Buches dazugehören und das ist ein Geheimnis zwischen mir und den alten Besitzer des Buches, auch nicht mal wir wussten, was dies bedeuten sollte.
Ich kriege manchmal signierte Secondhand Bücher. Eins davon war zum Beispiel „Amerika '62“ von Pannos Ioannides. Als der Autor in 1962 in Amerika studierte, teilte er sein Zimmer mit einem Türken. Was die Geschichte besonders macht, ist, dass die Türken und Griechen damals wegen der Insel Zypern, Konflikte hatten. Ein wichtiges Thema also:)
Am Anfang des Buches stand mit der Hand geschrieben:
To Ms Helga
Best wishes
Und darunter stand eine Unterschrift und Datum. Ich frage mich, ob es der Autor selbst signiert hatte, aber da es nicht gut lesbar ist, kann ich es nicht erkennen.
Ich erstaune. Ich möchte die Leute schütteln und ins Gesicht sagen: Bitte, gebt Acht auf eure Bücher, behaltet wenigstens signierte Bücher, die ihr geschenkt bekommen habt!
Außerdem war es ein tolles Buch, das ein wenig Respekt verdiente.
Dann fand ich einen Terminzettel zwischen den Seiten. Aus Johann Wolfgang von Goethe Universitätsklinik Frankfurt. Frau Helga war krank und bekam mehrere Termine von der Uniklinik. Das Buch wurde 2011 veröffentlicht und wurde am 15.10.2011 signiert. Die Termine der Frau Helga waren zwischen dem Zeitraum 12.12.2011 und 08.02.2012 in verschiedenen Abständen. Plötzlich mache ich mir Sorgen um Frau Helga. Was ist, wenn sie schwer erkrankt ist, oder noch schlimmer, nicht mehr am Leben ist, ihre Verwandten ihre private Gegenstände entsorgten und die Bücher online verkauften? 
Traurig lege ich den Terminzettel zurück ins Buch und bete für Frau Helga.


Arda und der Spuk (von Tegel)

Die beiden Freunde Arda und Lennard machen in den Ferien Tegel unsicher. Auf einer Entdeckungstour erfahren sie etwas von dem Spuk aus Tegel. Das Geheimnis um die Geschichte lässt sie nicht mehr los.

"Arda und der Spuk"
10,00 Euro
Isbn 978-3-95631-794-1
164 Seiten
Deutsch
Paperback

Auszug Rezensionen entnommen:
Habibe: Eine zuckersüße Geschichte für Kinder.... Auch Erwachsene können sich daran erfreuen. Die Hauptcharaktere Arda und Lennard nutzen jeden Tag der Ferien um gemeinsam Abenteuer zu erleben. Ihre Lieblingsbeschäftigung: Geisterjagd.
Kerstin B.: Wir finden diese Geschichte sehr gelungen. Viele Kinder wären froh, so eine glückliche Kindheit und tolle Freundschaft sowie so kurzweilige Ferien erleben zu können.
Geschichtenentdecker: Ich kenne Tegel überhaupt nicht, habe aber durch die anschauliche Beschreibung und die vielen kleinen Informationen zu (z.B.) der "Dicken Marie" oder "Moby Dick", das Gefühl gehabt, während des Lesens genau dort zu sein, wo Lennard und Arda sich gerade befinden.

Andere Bücher von Defne Seidel:


Jutta ve Annem / Jutta und meine Mutter


Jutta ve Annem
Jutta und meine Mutter
Vor einigen Jahren, an einem ganz normalen Morgen, stand ich wie immer früh auf. In meinem Mailfach fand ich eine Message von einer gewissen Jutta. Damals schrieb ich noch an meinem Kochblog. Es war nicht unüblich, oft bekam ich Mails von türkischen und auch deutschen Leser. Viele hatten Fragen zu meinen Rezepten oder schickten mir einfach Tipps, manchmal auch neue Rezeptideen.
Zuerst schrieb Jutta über ihr eigenes Leben und ich überflog schnell die Zeilen.
Die Dame war im Rentenalter. Lange Jahre arbeitete sie als Deutschlehrerin und anschließend leitete sie sogar ein Gymnasium. Dazu besaß sie den Titel als Professorin und lehrte in einer Uni Geschichte. Sie war eine sehr gebildete Frau, mit Erfahrung.
Aus ihrer ersten Ehe hatte sie einen erwachsenen Sohn, der sie stolz machte und in Freiburg lebte. Er schrieb gerade über Philosophie seine Doktorarbeit. Bereits seit 15 Jahren lebte sie mit ihrem zweiten Ehemann glücklich zusammen.
Vor 6 Monaten erlitt sie einen schrecklichen Unfall. Seitdem saß sie im Rollstuhl. Es waren schwierige und schmerzvolle Zeiten für sie. Mehrere OPs und Physiotherapien folgten. Was ihr half wieder auf die Beine zu kommen, war ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk für ihren Sohn zu kreieren, ein Familienkochbuch.
Da sie im Rollstuhl saß, hatte sie dafür jede Menge Zeit und fing an, die Lieblingsrezepte von ihrem Sohn zu sammeln. Dazu schrieb sie kleine Anekdoten vom Alltag auf, aber auch aus ihrem langjährigen Arbeitsleben fügte sie hinzu. Die Familiengeschichte, die von Generationen zu Generation weitergegeben wurde, durfte nicht fehlen. Ihre gesammelten Notizen schickte sie mir als E-Book. Dazwischen befanden sich immer wieder nette Zeichnungen von ihrem Mann, der sich in seiner Freizeit als Künstler versuchte.
Nun war sie auf der Suche nach türkischen Rezepten, und fand im Internet schnell meinen Kochblog, der einst im deutschen Sprachraum ganz beliebt war.
Dann kam sie zu dem Punkt, warum sie mir überhaupt schrieb:
Es war eine tolle Idee: Sie wollte ein zweisprachiges Kochbuch mit Rezepten aus zwei Ländern, türkisch und deutsch erstellen. Und fragte mich, ob ich Lust und Zeit hätte, es mit ihr zusammen zu machen.
Jutta wollte, dass ich für dieses Projekt auch die Übersetzungsarbeit übernehme. Ich schrieb sogar den Kochblog in zwei Sprachen, aber hatte nie behauptet, dass mein Deutsch dafür ausreichend war. Ich betrachtete das Ganze, was ich bisher leistete, als Hobby. Mein Deutsch war weit entfernt, als perfekt zu sein.
Aber immerhin habe ich mich geschmeichelt gefühlt. Nach kurzem Überlegen fing ich an, mit ihr zu arbeiten.
Nun schrieben wir täglich Mails, tauschten uns aus und diskutierten angeregt miteinander. Zum Schluss lasen wir noch einmal Korrektur und ich fing freiwillig an alle Rezepte zu testen. Sie suchte für meinen Blog immer weiter türkische Rezepte für den deutschen Gaumen.
Nach einer Weile tauschten wir uns nicht nur mehr für unser gemeinsames Buchprojekt aus, sondern wurden inzwischen Freundinnen. Irgendwann hatte Jutta mir geschrieben, dass sie mit ihrem Mann in den Sommerferien innerhalb Deutschlands mit dem Auto verreisen wollten. Sie würden mich gerne in Berlin besuchen und fragten mich, ob sie bei uns übernachten könnten. Die zwei Terrier Hunde hatte sie mir allerdings verschwiegen. :)
Natürlich habe ich sofort ja gesagt, schließlich gab es die türkische Gastfreundschaft ...
Mit Freude und viel Aufregung hatte ich mich auf ihren Besuch vorbereitet. Meine Mutter und Schwester rief ich zur Unterstützung. Da Jutta und ihr Mann ganz schnell feststellten, dass meine mündlichen Deutschkenntnisse noch schlechter waren, als meine schriftliche, sollten sie Jutta und ihren Mann Gesellschaft leisten.
Als es langsam dunkel wurde, machte ich im Gästezimmer die Betten. Für die beiden Hündinnen gab es im Zimmer auch Platz. Als Burkhard, Juttas Mann, ins Zimmer kam, war er aber enttäuscht:
"Was, muss ich auch hier Staub saugen?"
Aus Versehen hatte ich den Staubsauger mitten im Zimmer gelassen. Da zuhause Staubsaugen zu seinen Aufgaben gehörte, dachte er, hier gleich weiter machen zu müssen.
Bis ich verstand, was hier los war, brach schon das große Gelächter aus.
In der Hektik, war ich mal in der Küche, mal im Garten. Ich versuchte, mein Bestes zu geben. Plötzlich war es etwas ruhiger. Mein Mann hatte Nachtschicht und ließ uns allein. Burkhard nippte sein Bier aus einer Apfelschorleflasche, damit die Kinder nicht mitbekamen, dass er Alkohol trank. Die Kinder kümmerten sich liebevoll um die beiden Hündinnen. Jutta und meine Mutter waren in Gästezimmer. Ich wollte schauen, ob sie etwas brauchten und warf von der Tür aus ein Blick auf die beiden. Zusammen saßen sie auf dem Gästebett nebeneinander und sprachen mit leiser Stimme miteinander.
Jutta sagte:
"Mein Sohn ist 27 geworden und hat eine Freundin. Er will heiraten, Kinder bekommen, doch sie denkt nur an ihre Karriere. Besser wäre es, er hätte sich mit einer gutmütigen jungen Türkin getroffen."
Meine Mutter erwiderte verständnisvoll:
"Ja, ja, es ist Zeit für ihn eine eigene Familie zu gründen und Kinder zu bekommen. Gott ist allmächtig!"
Verdutzt sah ich beide Frauen an, die nicht unterschiedlicher hätten sein können. Die eine Mutter hatte drei Töchter und in ihrem ganzen Leben als Küchengehilfin in einer Fabrikküche gearbeitet. Und die andere war eine intellektuelle Karrierefrau.
Diese seltsame und intime Szene habe ich lange Zeit in meinen Erinnerungen behalten, bis ich sie später in einem Roman verwendet habe. Das Leben ist seltsam!
Vor Kurzem habe ich erfahren, dass die Jutta von unserem Leben Abschied genommen hat.
Liebe Jutta, ich vermisse dich sehr ...

Defne Seidel


Berlin'de Sonbahar Roman Karakterleri ile Söylesi


Berlin'de Sonbahar Romanının Yazarı Defne Saydel ile Söyleşi
Roman kahramanları Demet ve Volkan'ın karakter analizleri...
@yildizkitaplar_  (Instagram hesabı)

DEMET

+Öncelikle merhaba Demet. Bizimle röportaj yapmayı kabul ettiğin için çok teşekkür ederiz.
++Ben teşekkür ederim, bana kendimi ifade edebilme fırsatını verdiğiniz için.

+İlk sorum ile başlıyorum o zaman... İstanbul'da hiç yaşamak ister miydin? Ya da Türkiye'ye geri dönme planın oldu mu?
++İstanbul'da yaşamak hep hayallerimde  var, ama sanki orası ulaşılmaz bir vaha gibi. Berlin'de yaşamak ise daha korunaklı ve güvenli. Burada doğup büyüdüğüm için yaşadığım çevrenin her sokağını, semtini, tanıyorum. Arkadaşlarım, işim, bana ailemden kalan tek yadigar olan anneannem, tanıdığım sevdiğim tüm insanlar hep burada. O yüzden kısa süreli planlarım içerisinde Türkiye'ye dönmek yok. Fakat hayat ne getirir bilinmez...

+Sosyal hizmette çalışman nasıl başladı? Nasıl karar verdin? Biraz bahsedebilir misin?
++Liseyi bitirdiğim dönemde geleceğimi düşünüp meslek seçimi konusunda bir karar vermeliydim. O zamana dek anneannemle birlikte yaşadığımız mütevazı hayatımızın tüm yükü onun üzerindeydi. Hem maddi açıdan ona destek olup hem kendi ayaklarımın üzerinde durmak istiyordum. Sosyal hizmetler ve de özellikle hasta bakımı alanında kalifiye elemana aşırı ihtiyaç duyulan bir dönemdi. Almanya dışından hatta Türkiye'den de kalifiye işçi göçü için talep olduğunu biliyorum. Ben de belki yaşlı bir aile büyüğü tarafından büyütüldüğüm için ileri yaşlardaki hastalarımla daha uyumlu bir iletişim kurmakta zorlanmayacaktım.

+İşi bırakmak zor bir karar. Bu konudan geri adım atacağını düşünmüyordum açıkçası. Peki işi bıraktığın için hiç pişman olduğun oldu mu?
++Ben işim için Volkan hayatıma ilk girdiği andan itibaren yoğun mücadele verdim. İşi bırakmaya karar verdiğim dönemde ise artıları eksileri ile konuşup tartışmıştık. İçimi rahatlatan Volkan'ın çalışmama değil Serterlerin yanında çalışmama karşı olmasıydı. Her ne kadar ona tam anlamıyla hak vermesem de beni kıskanması bir yerde hoşuma gitti. Ama işten çıkarıp beni eve kapatmak isteği olduğu şeklinde bir his edinseydim buna asla müsaade etmez, gerekirse ondan vazgeçebilirdim bile.
İşten ayrılırken Selim'in ve Jasmin hanımın hayatlaına dokunup onları olumlu yönde etkilediğimi ve bu evde bu çok sevdiğim insanlara karşı misyonumu tamamladığımı hissettim. Bazen yeni başlangıçların olması için eskilerden vazgeçmek gerek.

+Selim ile ilgili de bir şey sormak istiyorum. Bir ara ondan etkilendiğini düşünmüştük. Hatta güzel bir ikili olabileceğinizi düşünmüştük. Eğer seni erken fark etmiş olsaydı bir şansınız var mıydı sence?
(Demet burada utangaç bir tavırla gülümsüyor)
++Bilemiyorum nasıl olurdu, olur muydu? Neticede her şeyi geriye sarıp bir de o şekilde deneme şansımız yok. Ama Volkan'ı tanıdıktan ve onunla yakınlaştıktan sonra gerçek aşkı bulduğumu anladım.

+Volkan'ı ilk gördüğünde verdiğin tepkiyi biliyoruz ama sonra tepkin değişti. Bunu hiç düşünmüş müydüm, tahmin eder miydin?
(Demet'in yüzü Volkan'dan bahsederken kocaman bir gülümseme ile aydınlanıyor)
++Aslında Volkan'ı ailesi ile birlikte bize ilk geldiklerinde gördüğümde ona dikkat etmedim bile. Beni rahatsız eden o ziyaretin kendisi yani amacıydı. Kendimi et pazarında gibi hissetmiştim. Yüzüme bakarak ama sanki ben orada değilmişim gibi konuşmaları, evimizi, hayat şartlarımızı küçümser gibi bakışları, anneannemin o insanlara gereğinden fazla değer vermesi beni çok rahatsız etmişti. O güne kadar bir gün bana görücü gelir, üstüne bir de ben de böyle bir evliliğe gönüllü olurum diye bir düşünce aklımdan bile geçmezdi. İlk başlarda sırf anneannemi kıramadığım için onlarla görüşmeye razı gelmiştim. Ve ikinci defa hayır dediğimde yine aslında muhatapım Volkan değil, ailesiydi. Ailesinin özellikle de annesinin tutucu tavırlarına hayır demiştim.

+Volkan demişken bir de... Onu sevdiğini ilk ne zaman anladın?
++Sanırım bu birden bire olan bir şey değildi. Onunla birlikteyken bana olan özenli tutumu, sahiplenici tavırları, bana yaşattığı alışık olmadığım duygular bir gün geldi ki bir parçam oluvermişti. İkinci yarım gibi...

+Ve son olarak derginin kapağında Volkan ile kızın resmini gördüğün zaman neler hissettin?
(Demet bir anda hüzünleniyor)
++Dünyam başıma yıkıldı. O ana kadar yaşadıklarımız o kadar güzeldi ki, onun beni aldatmış olabileceği düşüncesi, aşkımızın masumiyetine gölge düşürmesi dayanılmaz derecede ağırdı. O an sadece gitmek ve uzaklaşmak istedim. Beni bulup kendini bir şekilde affettirmesini kaldıramayacaktım.


VOLKAN

+Öncelikle merhaba Volkan. Bizi kırmayıp bizimle röportaj yaptığın için çok teşekkür ederiz.
++Ben teşekkür ederim. Büyük bir zevkle...

+Böyle güzel seven, sevgisine sadık kalan, onun kalbini kazanmak için her şeyi yapmaya hazır biri olman bizi çok etkiledi. Peki bu sevginin sahibiyle başlamak istiyorum sorularıma. Neden Demet? Demet'i diğer insanlardan farklı kılan şey neydi?
(Volkan gülümsüyor, kısa bir an düşüncelere dalıyor)
++Ailemle birlikte evlerine ziyarete gittiğimizde onu ilk gördüğüm andan itibaren içimde bir kıvılcım oluştu. Ama bana hayır demişti. Beni bir daha görmek istemiyordu. Kendimi ona anlatma fırsatını bana vermemişti. Liseden tanış olduğumuzu hatırlamadı bile. Kendi evrenimde duyduğum ona karşı yönelen bir çekim gücü varken ondan bir işaret alamamak dengemi bozdu, kafamın karışmasına neden oldu ve onu gittikçe daha çok düşünür oldum.

+Lisede Demet'e hayran olduğunu biliyoruz. Neden o zamanlar açılmadın kendisine?
++Demet o zamanlar kendi etrafına ördüğü bir kozanın içinde yaşıyor gibiydi. Aynı kursa hiç düşmediğimiz için ona yaklaşma fırsatını bulamamıştım ama onu uzaktan hep takip ederdim.

+Annen birazcık Demet'e karşı hoş olmayan tavırlar sergilemişti. Açıkçası birazcık gelini gibi kabul etmeyecek gibi gelmişti ama şükür ki öyle olmadı. Peki öyle olmuş olsaydı... Annen Demet'i istemeseydi ne yapardın?
(Volkan hafifçe gülümsüyor, hayır anlamında başını iki yana sallıyor)
++Hayır, annem asla Demet'e karşı değildi. Sadece kendini ifade etmekte biraz sıkıntı yaşar. İlk anda yeni tanıdığı insanlara karşı takındığı direk tavrı yüzünden konuşmaları  biraz sert gelebilir. Fakat sonradan birbirlerini çok sevdiler. Annem istemeseydi de Demet'ten vazgeçmeyi asla düşünmezdim. Tüm dünyayı karşıma alabilirdim onun için.

+Şunu da merak ediyoruz. Demet ile görüşmeden önce onu takip hiç ettin mi? Neler yapıyor diye merak edip aradın mı?
++Lisede sonra yıllarca görüşmedik. İkimiz de ayrı yollara gitmiştik. Ama annemlerin diretmesiyle tekrar karşılaştıktan sonra her yerde onu görür oldum. (Burada gülüyor) Kader ağlarını örmeye başlamıştı bir kere. Gittiğimiz düğünde, arkadaşlarla takıldığım kafede her yerde karşımaya çıkmaya başladı.

+Ve geldik son sorumuza... Selim'i Demet'ten kıskandığın oldu mu?
++Selim tüm mükemmelliği ile sinir bozucu bir tipti. Önce Demet'in ardından kızkardeşim Ceyda'nın hatta sonradan Melinda'nın gittikçe büyüyen Selim hayranlığı bir şekilde beni rahatsız etmişti. Bundan gurur duymuyorum ama Demet'e karşın hayatı, insanları biraz daha iyi tanıdığımı düşünüyorum. Kimsenin o kadar iyi olacağına inanmıyorum. O adamın sevdiğim kadının etrafında dolaşmasını istemedim.



Warum schreibe ich?


Gedanken übers Schreiben

15.5.2020
Heute habe ich mir wieder übers Schreiben Gedanken gemacht.
Ich habe lange Zeit überlegt, ob ich auf Deutsch oder auf Türkisch schreiben soll.
Vielleicht lohnt es sich nicht für jeden darüber nachzudenken.
Ich bin in der Türkei geboren und habe bis zu meinem 21. Lebensjahr dort gelebt. Das heißt, meine Muttersprache ist Türkisch. Ich lebe seit meinem 21. Lebensjahr in Deutschland. Seit mehr als als 21 Jahren...
Soll aber eine AutorIn bis an ihr Lebensende nur in ihrer Muttersprache schreiben, ihre im Kopf herumirrenden Gedanken und Gefühle in der Muttersprache ausdrücken,  träumen...?
Oder geht das auch genauso mit der erlernten Sprache, die ein Teil des Lebens wird...
Ich arbeite gerade an einem Projekt, eine Biografie soll es sein.
Das Person, das ich sein Lebensbericht schreibe, kommt ursprünglich aus dem Irak, er ist Turkmene.
Ich kann jetzt schon sagen, es  wird  ein interessantes Buch dabei herauskommen. Und ich freue mich schon darauf.
Was ich heute festgestellt habe...
Er erzählte, von wo er herkommt: aus der irakischen Provinz Kirkuk. Dort leben Araber,  Turkmenen und Kurden seit Generationen zusammen. Er sagte: "Ein Araber in Kirkuk spricht neben Arabisch auch Turkmenisch und Kurdisch. Eine Kurde spricht dort neben Kurdisch ebenso Arabisch und Turkmenisch. Und eine Turkmene  beherrscht  neben Turkmenisch auch das Arabische und das Kurdische."
Und was die Sache interessant macht: Künstler, Autoren, Musiker und  Dichtern nutzen in ihren Werken alle drei Sprachen.
Warum also soll eine Autorin mit türkischen Wurzeln in Deutschland nicht ebenso auf Deutsch wie auf Türkisch Bücher schreiben?


18.04.2020

Warum ich schreibe...
Schon als kleines Kind habe ich immer gern Bücher gelesen. Irgendwann habe ich das Tagebuchschreiben begonnen. Und dann eine lange Zeit danach gestrebt, selbst ein Buch zu schreiben.
Zu allererst wollte ich die Geschichte meiner Familie aufschreiben, obwohl an ihr nichts Besonderes ist.
Wir teilten das Schicksal hunderttausender Familien, die in 60er und 70er Jahren aus der Türkei als Gastarbeiter nach Deutschland einwanderten.
Ich erinnere mich immer noch, als ob es gerade eben passiert wäre. Ich war ungefähr zwölf und lebte bei meiner Großmutter in der Türkei. Es war eine heisse Sommernacht. Meine Familie war aus Deutschland hierher in die Ferien gekommen. Meine Oma hatte einen schönen Garten. Wir saßen auf der Terasse und hatten zusammen gegessen. Nach dem Essen gingen alle wieder hinein, außer ich und meinem Vater. Er saß traurig unter honigduftenden Girlanden, schaute gedankenvoll in den dunklen Himmel mit den leuchtenden Sternen und rauchte eine Zigarette. Und sagte: "Wir sind in Deutschland Ausländer und hier Deutschtürken. Nirgendwo gehören wir richtig hin."
Seine Worte habe ich nie vergessen. Nach seinem Tod habe auch ich mein Land  verlassen und bin nach Deutschland gekommen. Jahre sind vergangen, aber ich habe seine Worte nicht vergessen.
Bin ich auch hier wie mein Vater  Ausländerin und in der Türkei Deutsch-Türkin und gehöre nirgendwo richtig dazu? Vielleicht ja. Vielleicht auch nein.
Als ich mit 21 nach Deutschland einwanderte, war ich eine erwachsene junge Frau. Wäre ich in der Türkei geblieben, hätte  ich vielleicht schon früher mit dem Schreiben angefangen. Vielleicht hätte ich mich mit Frauenrechten oder Klimawandel beschäftigt, oder was immer auch populär und aktuell gewesen wäre. Oder ich hätte Kinderbücher geschrieben, vielleicht auch Kunstmärchen.
Aber als ich in Deutschland ein neues Leben begann, wusste ich nicht mal in welcher Sprache ich schreiben sollte. Auf Deutsch oder auf Türkisch? Mein sechster Sinn sagte mir, dass ich unbedingt Deutsch lernen sollte. Und es hat leider Jahre gedauert, bis ich genau wusste, wohin ich richtig gehöre und wozu ich schreibe.

Defne Saydel